Belichtung in der Fotografie

Eine kurze Übersicht

Infos vom Fotograf Ansbach

• Verschlusszeit
= Wie lange der Verschluss Licht auf den Sensor lässt. Je länger desto heller das Bild.
Aus der Hand fotografieren: Verschlusszeit, die dem Kehrwert der Brennweite entspricht.
200mm = 1/200 s | Bildstabilisator + 2 bis vier Blendenstufen
• Blende
Die Blende verkleinert die Öffnung im Inneren des Objektivs, um weniger Licht durchzulassen.
Je kleiner die Blendenöffnung, desto höher der Blendenwert = weniger Licht
Je höher der Blendenwert, desto größer die Schärfentiefe
Ab Blende 8/11 Beugungsunschärfe
• ISO Wert
Mit ISO wird die Empfindlichkeit des Sensors gesteuert = Verstärkung des Sensorsignals
Höherer ISO = höhere Farb- und Helligkeitsabweichungen + Rauschen
• Belichtungsmessung
Der Belichtungsmesser sitzt oben im Sucher einer DSLR
• Sunny 16
= bei Sonnenschein und Blende 16 ist die Verschlusszeit der Kehrwert des ISO Werts
(Außer die ersten beiden und letzten Stunden des Sonnenlichts)
• TTL Messung
TTL = Through the lens = Belichtungsmessung durch das Objektiv
• Externe Belichtungsmessung
Eine weiße Halbkugel, auch Kalotte genannt, fängt bei externen Belichtungsmessern das Licht zur Lichtmessung ein.
 Vor das Motiv in Richtung Kamera halten (Motivhelligkeit hat keinen Einfluss)
• Neutralgrau
Die Kamera geht bei der Belichtungsmessung davon aus, dass unser Motiv durchschnittlich 18% des einfallenden Lichts zurückwirft – was nur bei mittlerem grau (nicht bei weiß oder schwarz) stimmt. Tipp: helles Motiv, zwei Blenden weniger / dunkles Motiv, zwei Blenden heller.
• Lichtwerte (LW/EV)
LW = Lichtwert | EV = Exposure Value
Zeit – Blenden – Kombination, die zu einer gleichen Belichtung führen, haben den selben Lichtwert. Wenn kein ISO Wert angegeben ist, geht man von 100 aus.
• Kontrastumfang
JPEG = Kontrastumfang von 8,5 Blendenstufen
RAW = Kontrastumfang von 12 bis 15 Blendenstufen
Darunter zu dunkel, darüber zu hell/ausgefressen
• Auf die Lichter belichten
Es sollte so belichtet werden, dass die Lichter gerade noch gut gezeichnet sind.
Im Raw Konverter sollte man auf die Schatten entwickeln
= bessere Abstufung und mehr Tonwerte
(genau umgekehrt wie bei der analogen Fotografie)
ETTR = Expose To The Right = man legt die Tonwrte eher nach rechts ins Histogramm, also in den Lichterbereich.
Lieber ein Bild im Konverter abdunkeln als aufhellen. Beim Abdunkeln steigt der Tonwertreichtum in den tonwertarmen Schatten und sinkt in den Lichtern.
• Belichtungsautomatiken
– Auto ISO
– Zeitautomatik (Blendenvorwahl)
– Blendenautomatik (Zeitvorwahl)
– Programmautomatik
• Motivprogramme
– Sport
– Porträt
– Landschaft
– Makro/Nahaufnahme
– Nachtporträt
– Vollautomatik
– Blitz aus

• Belichtungsmessarten
– Integralmessung
Misst die Belichtung über das ganze Bild und bildet daraus einen Durchschnittswert. Gut bei gleichmäßig hellen Bildern.
– Mittenbetonte Messung / Selektivmessung
Gut bei der Landschaftsfotografie und auch Porträtfotografie, da sich hier die bildwichtigen Zonen in der Mitte befinden
– Mehrfeld- oder Matrixmessung
Misst vorrangig die Bereiche innerhalb der Schärfe (guter Standard)
– Spotmessung
Misst die Belichtung nur in einem sehr kleinen Kreis in der Bildmitte = sehr genau
– Live View

* Belichtungskorrekturen
– Messwertspeicherung (AE-L)
= Kamera auf einen Bereich richten, der einfach zu messen ist und bei der das Messergebnis passt. Messwertspeichertaste AE-L drücken.
– Manuelle Belichtungskorrektur
– Belichtungskorrektur nach Farbe
– Das Zonensystem nach Ansel Adams

High Key = fast ausschließlich helle Tonwerte
Low Key = vorwiegend die Schattenbereiche der Tonwertskala
Gegenlicht = Blick direkt ins Licht
Belichtungsreichen bei hohen Kontrastumfang – automatische Belichtungsreichenfunktion (AEB)
= Höhere Auswahl oder als HDR
Langzeitbelichtung – Belichtungsprogramm B (Bulb) für Belichtungen über 30s
Spiegelvorauslösung = Der Spiegelschlag kann die Schärfe der Aufnahme negativ beeinflussen. Z.B. längere Verschlusszeiten mit längeren Brennweiten. Sinnvoll bei statischen Motiven und Stativ. Antippen vom Auslöser
Rauschunterdrückung – Rauschen vermeiden | Rauschminderung in der Kamera | Rauschunterdrückung am Computer | Pushen (ISO Erweiterung)
• HDR (High Dynamic Range)
Mehrere Aufnahmen mit unterschiedlicher Belichtung, die anschließend am Computer zusammengefügt werden. Die Aufnahmen liegen direkt übereinander und müssen passgenau sein.