Blitzfotografie

Das Wichtigste kurz und knapp als Übersicht

Infos vom Fotograf Ansbach

Blitzsynchronzeit = ist die kürzeste Verschlusszeit, bei der der Sensor ganz freigelegt wird. Kürzere Zeiten werden durch einen Schlitz gebildet, der den Blitz abschatten würde.

• Technik = Ein Blitzgerät gibt eine hohe Energie in sehr kurzer Zeit über eine Gasentladungslampe ab und erzeugt damit einen intensiven Lichtblitz. Die Batterien geben mehrere Sekunden lang Strom an den Kondensator im Blitz ab. Die Kondensatoren sammeln den Strom, speichern ihn als Ladung und geben diese mit dann deutlich höherer Spannung bei der Blitzzündung wieder ab.
• Leitzahl = Die Stärke von Aufsteckblitzen wird als Leitzahl (LZ) angegeben. Die Leitzahl verändert sich mit der Brennweite des Objektivs. Die Leitzahl wird für einen Raum mit hellen Wänden angegeben.
• Interner Blitz = eignet sich nur zur Aufhellung von Schatten eines Motivs. -> Abschattungen bei größeren Objektiven, Gegenlichtblende oder wenn der Blitz zu nah an der Kamera ist.
• Externe Aufsteckblitze = der Reflektor sollte nach oben und zur Seite schwenkbar und zoombar sein (variabler Abstrahlwinkel). Mehrere Aufsteckblitze = Slave Blitz
• Blitzmodi
– Manuell = im manuellen Modus kann jeder Blitz einzeln auf die gewünschte Stärke eingestellt werden.
– Blitzinterne Automatik = dem Blitz werden ISO und Blende mitgeteilt, damit dieser die erforderliche Lichtmenge berechnen kann. Das vom Motiv zurückstrahlende Licht wird gemessen. Da der Messensor nicht an die Brennweite des Objektivs angepasst ist, funktioniert die Blitzinterne Automatik nicht immer.
– Kameraautomatik TTL = Through The Lens = das Licht wird durch das Objektiv gemessen.
1) Auslöser halb unten = Kamera nimmt eine Dauerlichtmessung vor und speichert diese
2) Auslöser durchgedrückt = Blitz sendet einen schwachen, aber relativ langen Messblitz
3) Die Kameraelektronik rechnet die Blitzbelichtung aus
4) Sobald der Verschluss offen ist, klappt der Spiegel hoch, der Blitz bekommt seine Blitzstärke mitgeteilt und löst aus.
– Kurzzeitsynchronisation HSS = Das Blitzgerät gibt über die Zeit der Verschlussauslösung, die ungefähr der Blitzsynchronzeit von 1/200s entspricht, sehr viele und sehr kurze Blitze hintereinander ab.
– Stroboskopeffekt = Ein Stroboskop ist ein Gerät, das Lichtblitze in gleichmäßigen Zeitabständen abgeben kann. Gut um Bewegungsabläufe zu visualisieren.
– Blitzen auf den ersten und zweiten Verschlussvorhang = Hier wird der Blitz erst ausgelöst, kurz bevor der Verschluss wieder schließt. Im Kameramenü oder am Blitz einschaltbar.
• Blitzbelichtungskorrektur = Blitz- und Dauerlicht getrennt voneinander anpassen
• Kameramodi und Blitz
– Programmautomatik – nur im Hellen gut anwendbar, da der Dauerlichtanteil dunkel oder schwarz wiedergegeben wird
– Blendenautomatik/Zeitvorwahl – die Kamera verändert die Blende (die Reichweite des Blitzes wird so beeinflusst)
– Zeitautomatik / Blendenvorwahl – Blende ist fest – Verschlusszeit kann zu niedrig ausfallen
– Manueller Modus

 

• Blitzlicht steuern
– Indirekt blitzen = z.B. auf eine helle Wand – kein Blitzschatten hinter dem Motiv, weicheres Licht. (Bei einem Aufsteckblitz die Plastikkarte rausziehen, da so ein Teil des Lichts nach Vorne reflektiert wird -> weniger Augenschatten)
– Zoomreflektor kreativ nutzen = Abstrahlwinkel des Aufsteckblitzes manuell steuern
• Blitz entfesseln = Blitz sitzt nicht auf der Kamera
– Blitzen mit mehreren Blitzgeräten
– Wanderblitz bei Langzeitbelichtung
– Farbig filtern
– Fernauslösung
• Kurzzeitfotografie
• Lichtformer für Systemblitze
– Schirme = Durchlichtschirm / Reflexschirm
• Studioblitze
– Blitzleistung = in Wattsekunden (Ws) oder in Joule (J) – 250 bis 500J reichen meistens aus. Bei einem Zuviel an Leistung muss zu stark abgeblendet werden. Lichtformer schlucken Licht.
– Blitzköpfe, Generatoren und Kompaktblitze
– Ringblitze
– Spots
– Studioblitze draußen verwenden
• Lichtformer im Studio
– Reflektoren
– Waben
– Softboxen